Jahresrückblick 2019

Die Feiertage sind überstanden und das Jahr neigt sich dem Ende. Wann wäre also ein besserer Zeitpunkt für einen Jahresrückblick als jetzt? Eins vorweg – das Jahr war turbulent und sehr intensiv. Alles in allem war es aber dennoch ein gutes Jahr.

Alles was zählt – wir haben es überlebt. Wir haben 2019 er- & überlebt. Gewonnen haben wir auch – ein weiteres Jahr in dem wir auf die Fresse gefallen und immer wieder aufgestanden sind.

Gefühlt gab es kein Jahr in dem es so viele Höhen und Tiefen gab wie 2019 – es in chronologischer Reihenfolge wieder zu geben ist fast schon unmöglich. Die Dinge, die uns am meisten bewegt haben wollen wir euch gerne erzählen.

Neue Wege, enorme Erfahrungen und aufgebrochenes Glück

Beruflich und schulisch gesehen ist 2019 bei uns einiges los gewesen.
Stephan kündigte nach fast 6 Jahren seinen Job in Düsseldorf und wechselte in einen Betrieb in Dortmund. Also ging es im April raus aus seiner Festanstellung und rein in die Probezeit. Im Juni beendete ich dann mein Studium in Bielefeld und überlegte wie es nun weiter gehen soll. Master, Anerkennungsjahr oder doch direkt eine Festanstellung wagen? Ich entschied mich zunächst für eine Variante auf Stützrädern und suchte mir einen Platz für das Anerkennungsjahr. Durch Zufall fand Stephan dann eine Stellenausschreibungen bei Facebook (social Media sei dank). Unbefristete Anstellung in einer komplett neu erbauten Kita – quasi ein Start bei 0. Aus Jux und Dollerei bewarb ich mich und bekam die Stelle. Also kündigte auch ich noch vor Beginn meines Anerkennungsjahres im August meine Anstellung und unterschrieb dann noch Ende Juli meinen neuen Vertrag.
Ob das blöd war? Möglich, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Wie das Schicksal es so wollte startete ich in meine Probezeit, während Stephan eben genau diese beendete. Fazit dieses riskanten Manövers? Wir haben keine Sekunde unserer Schritte bereut und sind beide super happy damit.
Eine gewisse Fellnase leidet jedoch etwas unter den neuen Umständen der berufstätigen Zweibeiner. Vollzeitarbeit bedeutet eben auch alleine bleiben und das häufiger und länger als gewohnt. Dank der Möglichkeit des Homeoffice können wir das aber doch recht gut abfangen und ausgleichen. Zu Beginn fand Shakeera es gar nicht so schlimm. Nach etwa einem Monat kam dann aber das Erwachen und sie merkte, dass es eben nicht nur für ein paar Wochen so ist, sondern langsam ein Dauerzustand wird. So wurde wieder angefangen zu weinen, Dinge zu zerstören und die Wohnung zu verwüsten. Nach circa 2 Wochen des Ärgers und der Besorgnis, ob und wie es weiter gehen soll hat sie sich aber wieder beruhigt. Alles läuft seinen gewohnten Gang und Shakeera hat sich mit dem häufigen alleine sein arrangiert. Schließlich gibt es morgens immer was leckeres zu Snacken und Mittags viele Streicheleinheiten und tolle Gassirunden – mal mit und mal ohne Freunde.

Besonders im ersten Quartal des Jahres lernten wir viele neue Leute und klasse Hunde kennen. Der Kreis der Menschen, welche sich immer auf der Hundewiese getroffen haben weitete sich aus und gerade ich konnte eine wunderbare Freundschaft schließen. Das coole daran? Auch die Hunde waren ein Herz und eine Seele! Doch es war uns nicht vergönnt und die Eifersucht und Missgunst der anderen tat dann das übrige. Viel böses Blut wurde vergossen, ich wurde auf der Hundewiese schlecht geredet und viele Fakten wurden verdreht. Ende vom Lied? Ich wurde geghostet. Von heute auf morgen zur Seite gelegt wie ein gelesenes Buch. Thema war ich bei den Hundefreunden jedoch immer noch. Das Interesse galt aber eher dem Lästern und dem Ergötzen am Leid anderer. Aber wie es eben so ist, wenn das eigene Leben nichts interessantes hervorbringt sucht man Fehler und negatives bei den anderen Menschen. Nicht nur für Shakeera war der „plötzliche“ Verlust ihrer gewohnten Abend-Spiel-Routine und der damit zusammenhängenden Mensch-Hund-Teams schwierig, sondern auch für mich. Ein Mensch, der wie ein Seelenverwandter für mich war und mich eine ganze Weile begleitete war von heute auf morgen weg – ohne ein Wort & auf Anraten der besseren Hälfte versteht sich. Aber so ist es im Leben. Zu einigen haben wir immer noch Kontakt, aber dennoch ist es kein schönes Gefühl, im Park umherzulaufen und darauf achten zu müssen, wer eventuell um die nächste Ecke biegen könnte. Nun heißt es, sich an die schönen Momente zu erinnern und den ganzen negativen Quatsch hinter sich zu lassen. Denn egal was man tut, die Menschen finden immer irgendetwas woran sie sich aufhängen können – feel free. Whatever floats your boat! Oder um es mit den Worten von Feine Sahne Fischfilet zu sagen: „Lass uns gehen. All das müssen wir hier gar nicht mehr verstehen. Lass uns gehen. Vollgepackt mit unseren Ideen.“ & genau das tun wir auch. Wir gehen und lassen das im neuen Jahr hinter uns!
Auch, wenn diese Situation mich in diesem Jahr sehr bewegt hat, habe ich auch viel dazu gelernt und mir wurde gezeigt, dass es auch anders laufen kann.

Dank Instagram haben wir einen wundervolle neue Freundschaft schließen können. Ganz spontan verabredeten sich @2dogdiary mit uns zu einem Playdate. Shakeera, Laya und Jimmy lernten sich dieses Jahr kennen und wurden nach kurzen Startschwierigkeiten dann auch warm miteinander. Als die lieben Menschen hinter @2dogdiary dann im November nach Holland auswanderten wurden wir sogar für den Umzug mit eingespannt. Bis dahin hatten wir die beiden nur einmal gesehen, aber manchmal ist es eben so. Wenn die Chemie stimmt, dann ist es egal! Leider bin ich am Ende für den Umzug ausgefallen, aber der liebe Stephan hat dennoch geholfen! #instagramverbindet 
Man muss eben nur die richtigen Menschen finden und den Glauben an das Gute nicht verlieren!

"Influencer? Das war doch eine Krankheit oder?"

„Kind was machst du da?“ – „Ich schreibe an unserem Blog.“ – „Oma, wusstest du das noch nicht? Die Kinder sind doch jetzt unter die Influencer gegangen“ – „Was? Ihr habt die Grippe?!“ 

Hachjaaaa. Das ganze Konstrukt der Influencer. Früher belächelt und heute sind wir auch irgendwie ein kleiner Teil davon. Schon im letzten Jahr haben wir Shakeeras Account auf Instagram gestartet und sind mittlerweile bei 750 Followern angelangt.
Mein Wunsch irgendwann mal eine Website zu haben konnte ich mir dann dieses Jahr passend zum „Petfluencer“-Dasein erfüllen. Bei den Messen „Hund & Katz„, sowie „Hund & Pferd“ lernten wir super viele Unternehmen und ihre Produkte kennen. Absolutes Highlight waren aber der Dogtap von NFC21, der TjureTrink, sowie die Onlineplattform Cloud4Pets, bei der wir als Tester bei der Weiterentwicklung mithelfen. 2019 hatten wir unsere erste kleinere Kooperationen mit Dogtap, mit denen wir sogar unser erstes Gewinnspiel gemacht haben. 
Shakeera hat es dieses Jahr sogar auf die Messeleinwand von Dogtap geschafft! #prouddogmom

Wir sind gespannt was uns im nächsten Jahr erwartet und wen wir alles kennenlernen dürfen!

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Das Shakeera eine Wundertüte aus dem bulgarischen Tierschutz ist sollte mittlerweile schon in aller Munde sein. Die Devise „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser“ scheint bei Shakeera seit Tag eins zum Lebensmotto erklärt worden zu sein. Sie vertraut uns, keine Frage. Aber wenn sie eins nicht abgeben kann, dann ist es die Kontrolle. Sie ist und bleibt einfach ein Kontrolletti. Dies machte sich auch im Bindungsaufbau bemerkbar. Wie gesagt, vertrauen und Bindung sind da. Dennoch war es nie so wie wir es uns gerne gewünscht hätten.
Seit unserem ersten „richtigen“ Urlaub in Nordholland (*hier empfehlen ich unseren Blogbeitrag -> Sommer, Sonne, Strand & Meer. Eine Woche Nordholland mit Hund.) hat sich das aber etwas geändert. Vertrauen ist eben ein harter Weg und den meistert man nur gemeinsam. Die Bindung ist stärker denn je und wir freuen uns über diese Entwicklung. Im April ist Shakeera schon 2 Jahre bei uns. Vor uns liegt noch ein harter und weiter Weg, aber gemeinsam schaffen wir auch das!

Das ich Shakeera zum Mittelpunkt meines Lebens gemacht habe ist aller Wahrscheinlichkeit nach ersichtlich. Im Oktober erfüllte ich mir dann meinen zweiten größeren Wunsch neben diesem Blog. Ich ließ mir mein erstes Tattoo von Anne Dee stechen. Das Motiv kann man sich vielleicht denken – Shakeeras & Yupys Pfote! Die Liebe zu meinen kleinen Fellnasen ging also nun Wort wörtlich unter die Haut.

Persönliche Veränderungen

Bachelorabschluss, guter Start ins Berufsleben, erstes Tattoo und dann auch noch die Haare anders. Mensch, man könnte meinen ich brauchte mal ganz dringend einen Neuanfang! Ganz so schlimm ist es tatsächlich nicht. 
Viele Menschen kamen und gingen in diesem Jahr. Einige hinterließen größere Spuren, andere so gut wie gar keine. Geprägt haben sie mich dennoch alle. Die rote Mähne, das Tattoo und auch der wohl größte Wandel im Jahre 2019 – der Umstieg zu einem veganen Leben – wurden durch einen wunderbaren Menschen ins Rollen gebracht. Manchmal fehlt nur noch der letzte Anstoß und dieser wurde dieses Jahr gegeben. Manche Menschen hätte ich verfluchen können, andere sorgten dafür, dass sich gemeinsame Stunden wie eine Woche Urlaub angefühlt haben. Einige gingen ohne Wunden, andere hinterließen ein kleines Loch.
So ein intensives Jahr mit Gefühlschaos, Veränderungen und  Erfahrungen hatte ich glaube ich noch nie. Vielleicht habe ich auch kein Jahr zuvor so strak wahrgenommen wie dieses. 
Wir haben uns in diesem Jahr mit vielen uns unbekannten Themen auseinandergesetzt und unser Geld weniger für materiellen Schwachsinn ausgegeben, sondern viel Geld stattdessen gespendet. Darunter waren Organisationen wie Peta, ProVeg, iuventa10  und natürlich Shakeeras Lebensretter von Glück für alle Pfoten. Schade, dass wir erst jetzt darauf gekommen sind solch großartigen Organisationen zu unterstützen, aber wie sagt man bekanntlich – besser spät als nie.
Ich freue mich über alle gemachten Erfahrungen und bin trotzdem froh, dass wir dieses Jahr bald abhaken können.
& was wäre ein Jahresabschluss ohne gute Vorsätze, die man sowieso nie einhalten wird?

Und wie gehts weiter? Vorsätze und Ideen für 2020

Mehr Sport, gesünder Essen und anderer Bullshit! Von sowas haben wir uns schon lange frei gemacht. Unsere Vorsätze gehen eher in eine andere Richtung. Wir nehmen uns für 2020 Dinge vor, für die wir dieses Jahr keine zusätzliche Zeit bekommen können, weil das Jahr eben nur 365 Tage hat.

Fangen wir bei den bereits oben genannten Organisationen an. Wir wollen uns im nächsten Jahr noch mehr mit der Arbeit der verschiedenen Organisationen auseinandersetzen und wenn möglich, finanziell oder durch Manpower aktiv werden. Besonders das Thema Tierschutz wird bei uns einen größeren Stellenwert einnehmen.   
Die Zeit für Familie und Freunde wird sich so ergeben, wie es eben passt. Wir planen da nichts mehr großartig und machen es wie dieses Jahr – was sich ergibt, ergibt sich eben. Der Rest ist nur Schall und Rauch.
Im Sommer steht eine weitere Woche Nordholland auf dem Plan – dieses mal gemeinsam mit meinen Eltern und Yupy.
Das in diesem Jahr gelernte „gehen lassen“ von Menschen die einem nicht gut tut wird konsequent durchgehalten.
Ansonsten möchte ich nur meine Probezeit überstehen und schauen, wo der Weg uns noch hinführt.

Wir möchten nicht mehr viel planen und auf „richtige“ Momente warten, die sowieso nie eintreffen werden.
Dieses Jahr passierte sehr viel spontan und vielleicht auch etwas unbedacht, aber am Ende waren es alles richtige und gute Entscheidungen über die wir nicht wirklich böse sind. 
Egal wie 2020 wohl werden mag, solange wir alle gesund bleiben und das nötigste zum Leben haben kann es nur ein gutes Jahr werden.

In diesem Sinne. Rutscht alle gut rein und bleibt stets offen für neues. 

Bis zum nächsten Jahr.
Eure „Königin der Floskeln“ und die Chaoten hinter @shakeera.shakeera

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