Ich packe meinen Koffer und gehe an den Strand!

Sommer, Sonne, Strand und Meer. Mit dem Hund ans Wasser - ein Traum, aber an was muss ich alles denken?

Nichts bringt uns mehr Entspannung als ein paar Stunden am Meer. Dafür müssen wir aber nicht in die Türkei oder nach Spanien. Wir finden es auch in Deutschland und im Nachbarland der Niederlande super, denn da können sich auch unsere Vierbeiner austoben!
Die Hunde drehen am Strand total durch und haben den Spaß ihres Lebens. Wenn einen das nicht wieder Erdet, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Die sandigen Hundenasen, welche am Abend erschöpft im warmen Sand schlafen, der dankbare Blick für einen wunderschönen Tag mit viel Aktion und einfach nur „Hundsein“ dürfen – ich kenne kein Gefühl was schöner ist!

So ein Tag voller Sonne, Meer, Sand und Freude sollte aber – und da erfülle ich das Klischee einer deutschen mehr als perfekt – gut geplant sein. Nicht nur für das eigene Wohl sollte gesorgt werden, sondern auch für die geliebte Fellnase sollte alles wichtige in der Strandtasche landen. Wir haben Euch unsere Musthaves für den Strand aufgeschrieben und in einer PDF zusammengetragen. Also einfach runterladen,  abhaken und (hoffentlich) nichts vergessen!

Hitzschlag, ein ernstes Thema vorweg...

Bevor wir mit der Checkliste starten möchten wir noch einen kleinen Schlenker machen und Euch daran erinnern, dass Hunde die Wärme anders regulieren als wir und das ein Strandtag trotz Wasserspaß auch zu einem Hitzschlag beim Hund führen kann und das ist alles andere als lustig und ungefährlich. 

Was uns das schwitzen ist, ist dem Hund sein Hecheln. Während wir überall am Körper Schweißdrüsen besitzen kann der Hund nur über seine Pfoten „schwitzen“. Die Körpertemperatur wird durch das Fell, den Pfoten und dem Hecheln reguliert. Der Hund sollte nicht Stundenlang im Wasser und/oder in der prallen Sonne sein. Besonders der Kopf und der Hals sollten nass gehalten werden, denn dort läuft die Halsschlagader lang, welcher Hitze nicht sehr gut bekommt. Deckt Euren Hund nicht mit kalten Handtüchern ab, sonst kommt es zu Verdunstungswärme und der Hund heizt nur noch mehr auf.
Achtet unbedingt auf Symptome wie geschwollene Augen, Übelkeit und Erbrechen, starkes Speicheln, Apathie und ein schwankender kraftloser Gang. Habt ihr das Gefühl Eurem Hund geht es nicht gut, dann ruft einen Tierarzt an. Lieber einmal zu viel nachfragen als einmal zu wenig. Ein Hitzschlag darf nicht auf die leichte Schulter genommen werden. 
Ich frage mich zwar warum es immer wieder gesagt werden MUSS, denn eigentlich gebietet dies der gesunde Menschenverstand – aber lasst bitte, bitte niemals Euren Hund im Auto! Ihr wisst selber wie es sich anfühlt, wenn der Motor und die heilige Klimaanlage ausgeht und man glaubt man sitzt in einem Backofen. Euren geliebten Tieren geht es nicht anders. 

Aber genug der ernsten Worte. Nun zu dem spaßigen Teil dieses Beitrags.

Kacktüten und Näpfe statt Liegestuhl und Cocktail

Das hört sich vielleicht weniger nach Entspannung an als es ist. Aber klar ist natürlich, dass ein Tag Strand mit Hund aufwendiger ist als ohne den felligen Freund. Es kommt selbstverständlich auch auf den Hund an, aber ich habe bis jetzt noch keinen Hund erlebt, der sein Gehirn am Strand noch unter Kontrolle hatte. Zumindest keinen Stadthund der Strand und Meer vielleicht alle zwei Jahre mal sieht. 

Es empfiehlt sich außerdem den Heimtierpass und eine Kopie der Hundehaftpflichtversicherung dabei zu haben, denn gerade an Hundestränden kann es zu „Unfällen“ kommen und so  habt ihr dann alle wichtigen Dokumente dabei.
Um den Aufenthalt für Euren Hund so angenehm wie möglich zu machen solltet ihr auf alle Fälle für genug Schatten sorgen. Eine Strandmuschel oder ein Schirm eignen sich dafür ganz gut. Zwingt Euren Hund auch gerne mal sich in den Schatten zu legen. Dafür könnt ihr ihm ein Handtuch oder seine Lieblingsdecke einpacken. Handtücher sind sowieso ziemlich gut, denn so kann man den nassen Wautzi trocknen. Wenn Euer Hund es braucht und zulässt könnt ihr ihm auch einen Pulli anziehen, wenn es kälter werden sollte und der Hund noch nass ist. Bei 25 Grad Außentemperatur ist dies natürlich nicht nötig!
Wichtig ist natürlich auch für genug Trinkwasser zu sorgen! Besonders bei Salzwasser. Dieses sollte der Hund sowieso lieber nicht trinken. Bei übermäßigem Salzwassergenuss kann aber eine Aktivkohletablette helfen.
In der Reiseapotheke sollten auch  Verbände, eine Pinzette Wundsalbe/-spray oder ähnliches sein, damit kleinere Verletzungen direkt behandelt werden können. Packt am besten zwei Näpfe und noch etwas Futter ein. Meistens kommt der große Hunger am Abend und dann sollte man vorbereitet sein. 
Außerdem nehmt unbedingt genug Kotbeutel mit. Hundekot mag sowieso niemand, aber am Strand ist es wirklich mehr als ekelig! Keiner möchte sich neben Hundekot sonnen.

Was nicht fehlen darf ist Spielzeug für Eure Fellnase! Im besten Fall kann dieses auch Schwimmen. Schwimmspielzeug bekommt man eigentlich für wenig Geld in jedem Tierfachhandel. Wenn Euer Hund eher eine unsichere Wasserratte ist empfiehlt es sich eine Schwimmweste zu kaufen und dem Hund diese anzulegen, sofern sie ihm Hilft und er es zulässt.

An manchen Stränden gibt es nur wenig Platz für die ganzen Hunde die sich erfrischen wollen. Wenn Euer Hund dazu neigt davon zu laufen dann solltet ihr über eine Schleppleine nachdenken, besonders bei Spaziergängen am Strand. Achtet nur darauf, die anderen Strandgäste nicht zu belästigen und diese nicht versehentlich mit der Schleppleine zu verletzen (ja, ich spreche aus Erfahrung. Mein letzter Schleppleinenunfall durch einen fremden Hund hat mir Narben hinterlassen).
Euren Hund solltet ihr so oder so gegen das weglaufen sichern. Entweder durch eine Leine oder aber durch sichtbare Marken an ihm. So kann der Hund im Fall der Fälle identifiziert werden. gerade im Ausland ist so etwas Gold wert. Wer uns auch auf Instagram verfolgt weiß, dass wir von der digitalen Hundemarke von Dogtap schwärmen. Diese Marke ist auch unsere absolute Erstwahl für einen Ausflug zum Strand.

Meer ist mehr

Wer sich jetzt erschlagen fühlt dem sei gesagt, Meer ist mehr. Für einen Ausflug mit Hund packen wir grundsätzlich mehr für Shakeera ein als für uns. Es kam sogar schon mal vor, dass wir keine Sonnencreme eingepackt haben. Die Quittung war dann ein Sonnenstich und der Sonnenbrand des Todes. Aber Hauptsache dem Hund ging es gut. 

Wir wünschen Euch auf jeden Fall einen wunderschönen Urlaub am Strand! Ohne Stress, ganz viel Sonne und glücklichen Hunden.

*Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität der Angaben kann keine Gewähr übernommen werden.

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